Schallschutz in Räumen

Privatsphäre in der eigenen Wohnung, mehr Freiheit für den musizierenden Mitbewohner oder Ruhe für konzentriertes Arbeiten und Lernen: Türen mit Schalldämmung reduzieren Geräusche und bieten höhere Lebensqualität. Im privaten und gewerblichen Bereich bedeutet die Abschirmung von Lärm ein schöneres Privatleben und höhere Leistung. Wir informieren über die verschiedenen Schallschutzklassen von Türen und worauf bei der Auswahl zu achten ist.

Schallgedämpfte Tür in der Seitenansicht

Schallgedämpfte Tür in der Seitenansicht

Schallschutz Mechanismus

Schallschutz Mechanismus

Schallschutztür in schwarz

Schallschutztür in schwarz

Schallschutzklassen von Türen: Das sollten Sie wissen!

Privatsphäre in der eigenen Wohnung, mehr Freiheit für den musizierenden Mitbewohner oder Ruhe für konzentriertes Arbeiten und Lernen: Türen mit Schalldämmung reduzieren Geräusche und bieten höhere Lebensqualität. Im privaten und gewerblichen Bereich bedeutet die Abschirmung von Lärm ein schöneres Privatleben und höhere Leistung. Wir informieren über die verschiedenen Schallschutzklassen von Türen und worauf bei der Auswahl zu achten ist.

Was sind eigentlich Schallschutztüren?

Schalldämmende Türen, häufig umgangssprachlich auch schallisolierende Türen genannt oder Schallschutztüren sind Funktionstüren, die über eine schalldämmende Ausstattung verfügen. Sie werden verwendet, wo die Geräuscheinwirkung erheblich verringert werden soll. Beim Schallschutz für Türen ist es wichtig, geprüfte Elemente zu nutzen und den Prüfnachweis des Herstellers zu beachten. Um die Funktionstüchtigkeit – die Schalldämmung - zu gewährleisten, müssen sie nach den Herstellerangaben montiert werden. Dazu gehört auch, die richtigen Schallschutztüren auszuwählen und eventuelle Schallnebenwege zu identifizieren. Finden die zu beseitigenden Geräusche nämlich einen anderen Durchlass, ist die schalldämmende Tür nur ein Teil der Lösung.

Wie funktioniert eine Schallschutztür?

Grundsätzlich erfüllen Schallschutztüren zwei Funktionen:

  • Lärm in dem Raum halten, in dem er entsteht und
  • Lärm aus dem Raum heraushalten.

Bei der Planung und dem Bau von Wohnungen geht es zum Beispiel darum, Lärm aus dem Treppenhaus zu verbannen. Im Eigenheim kann es außerdem von Bedeutung sein, das Zimmer von Computer spielenden Teenagern mit einer Schallschutztür auszustatten. Das Gleiche gilt für musizierende Mütter und laut hämmernde Väter. Das Ziel des Einsatzes von schalldämmenden Türen ist es, Menschen vor Lärm zu schützen. Dabei ist es unerheblich, um welche Art von Geräuschen es sich handelt. Wichtig ist hingegen, wie laut der Lärm ist, d.h. wie viele Dezibel (dB) er misst.

Wie ist eine Schallschutztür aufgebaut?

Bei schalldämmenden Türen kommt es auf bestimmte bauliche Eigenschaften an: Ihre Biegeweichheit und ihre Masse. Der Schallschutz des Türblattes ist umso größer, je höher ihre Masse und Biegeweichheit sind. Schallschutztüren werden meist in der mehrschichten Sandwichbauweise konstruiert. Die verschiedenen Schichten sind dabei nur an bestimmten Punkten miteinander verbunden. Die Schichten enthalten eine schallabsorbierende Spezialeinlage. Einschichtige Türblätter erreichen meist einen geringeren Schallschutz als mehrschichtige. Ein Türblatt mit Schallschutz kommt sinnvollerweise in Begleitung mit Zarge, inklusive Zargendichtungen zwischen Türblatt und Zargen sowie absenkbarer Bodendichtung daher. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Schallschutztür ihre Funktion bestens erfüllen kann.

Kann man Schallschutz für Türen nachrüsten?

Die kurze Antwort lautet: Ja. Nachträglicher Schallschutz für Türen lässt sich manchmal überraschend günstig selbst erreichen. Einige Tipps, um Schallschutz für Türen auch innen nachzurüsten:

  • Mit Dichtungsband oder –streifen die Lücken zwischen Tür und Zarge ganz schließen
  • Eine selbstklebende Türdichtung oder eine Türbodendichtung mit Bürste und Aluminiumschiene am Fußboden anbringen
  • Ein ansprechendes und schalldämmendes Türpolster am Türblatt anbringen 
  • Das Türblatt mit Schaumstoff bekleben 
  • Einen Schallschutzvorhang aufhängen

Oder: Die Ursache des Lärms beseitigen.

Ein neues schalldämmendes Türblatt ist ebenfalls eine Möglichkeit. Auch dies sollte unter Berücksichtigung der Bodendichtung und Zargendichtungen geschehen. Sind solche Lösungen um Schallschutz für Türen nachzurüsten, schwierig oder unmöglich, lassen sich moderne und effektive neue Türelemente einbauen.

Was sind die Vorteile von Schallschutztüren?

Der Schallschutz von Innentüren gewährt außer einem ruhigeren Alltag auch messbare Lebensqualität in Form von ungestörtem Schlaf, konzentriertem Lernen oder der Möglichkeit eines diskreten Gesprächs. Die Vorteile von Schallschutztüren im Überblick:

  • Ruhe in der Wohnung, indem z.B. Lärm aus dem Treppenhaus draußen gehalten wird 
  • Stille im Schlafzimmer für eine erholsame Nacht 
  • Reduktion störender Geräusche, die manchmal auch nur unbewusst wahrgenommen werden 
  • Produktiveres Arbeiten im Büro 

Sichere Privatsphäre: Weniger Geräusche – wie der Inhalt eines privaten Gespräches - gelangen nach draußen.

Typische Einsatzgebiete und Anwendungen

Wo der Geräuschpegel hoch ist, ergibt der Einsatz von schalldämmenden Türen besonders viel Sinn. Welchen Lärmschutz die verschiedenen Schallschutztüren bieten regelt die DIN 4109. Welche Türen etwa Schallschutz in einer Schule gewähren, ergibt sich aus dem einzudämmenden Geräuschniveau. Etwas geringer dürfen die Anforderungen an Schallschutztüren in einem Büro ausfallen. Auch in Krankenhäusern sowie anderen öffentlichen Einrichtungen mit vielen Menschen und an Arbeitsplätzen sind Schallschutztüren sinnvollerweise im Einsatz. Im Wohnbereich ist es besonders wichtig, Wohnungen von Lärm aus dem Treppenhaus abzuschirmen. Innerhalb eines Eigenheims gilt es Badezimmer, Gäste-WCs, Schlaf- und Kinderzimmer usw. mit Schallschutz auszustatten, um die Lebensqualität der gesamten Familie zu erhöhen.

Die Schallschutznorm DIN 4109

Die Deutsche Industrienorm 4109 (DIN) bzw. die Richtlinien des Vereins Deutscher Ingenieure VDI 4100 regeln die Schallschutzklassen von Türen mit schalldämmender Funktion. Je höher der Schallschutz von Türen gemäß DIN 4109 ist, umso besser schützen sie vor Lärm. Die DIN 4109 legt fest, wie der Mindestschallschutz in Räumen je nach Funktion aussehen muss. Räume, die dem längeren Aufenthalt dienen, bedürfen der Norm zufolge eines höheren Lärmschutzes. Solche sind zum Beispiel:

  • Wohnräume wie Wohnstuben und -küchen
  • Schlafräume, auch in Hotels
  • Bettenräume in Krankenhäusern
  • Unterrichtsräume 
  • Büro- und Sitzungsräume 
  • Praxis- und andere Arbeitsräume

Bei Gebäuden mit Trennbauteilen wie Mehrfamilien- oder Bürohäusern gelten darüber hinaus Mindestanforderungen an die Luft- und Trittschalldämmung, um den Lärmschutz der Nutzer und Bewohner sicherzustellen.

Übersicht zu den Schallschutzklassen (SSK) 1 bis 4

Laut DIN 4109 müssen Innentüren mit verschiedenen Funktionen passenden Schallschutz bieten. Die Schallschutzklassen für Türen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

  • SSK 1 mit Bau-Schalldämmmaß min. 27 dB und Prüf-Schalldämmmaß min. 32 dB: Bei Türen von Hausfluren oder Treppenhäusern in Flure und Gänge von Wohnungen oder Arbeitsbereichen 
  • SSK 2 mit Bau-Schalldämmmaß min. 32 dB und Prüf-Schalldämmmaß min. 37 dB: Bei Türen zwischen Unterrichtsräumen sowie in Hotels und anderen Beherbergungsstätten 
  • SSK 3 mit Bau-Schalldämmmaß min. 37 dB und Prüf-Schalldämmmaß min. 42 dB: Bei Türen von Hausfluren oder Treppenhäusern unmittelbar in Wohnräume oder Behandlungsräume 
  • SSK 4 mit Bau-Schalldämmmaß min. 42 dB und Prüf-Schalldämmmaß min. 47 dB: Für Sonderfälle

Ausgangspunkt ist der Labormesswert der Schalldämmmaße, das sogenannte Prüf-Schalldämmmaß. Wenn eine Schallschutztür diesen Wert im Prüfraum unter idealen Bedingungen erreicht, ist dies allerdings keine Garantie dafür, dass die Schallschutztür auch im eingebauten Zustand vor so viel Lärm schützt. Deswegen richtet man sich nach dem Bau-Schalldämmmaß, bei dem gegenüber dem Prüf-Schalldämmmaß immer 5 dB als Sicherheitsabschlag abgezogen werden.

Innentüren der Schallschutzklasse 1 beispielsweise bieten angemessenen Lärmschutz bei Türen, die von Treppenaufgängen und Hausfluren in Flure von Wohnungen oder Arbeitsbereichen führen. Sie reduzieren den Geräuschpegel von der anderen Seite der Tür um mindestens 27 dB. Im Falle von Unterrichtsräumen sind Türen der Schallschutzklasse 2 vorgesehen. Diese erreichen in der Praxis eine Geräuschreduktion von 32 dB. Die Schallschutzklasse 3 betrifft Türen, die von Hausfluren oder Treppenhäusern direkt in Wohnräume oder im Falle von Praxen in Behandlungsräume führen. Die ansprechenden Holztüren von HUGA beispielsweise können optional mit Lärmdämmung ausgestattet werden. Alle Innentüren und Wohnungseingangstüren entsprechen den angemessenen Schallschutzklassen.

Fazit

Weil ein Minimum an Lärmbelästigung stark erhöhte Lebensqualität bedeutet, sind Schallschutztüren eine Mindestanforderung an die bauliche Ausstattung von Wohnungen, Häusern, öffentlichen Einrichtungen, Arbeitsplätzen usw. Zu Recht! Beim Bau oder der Nachrüstung sind unter anderem die Türen von HUGA zu empfehlen. Nahezu alle Holztüren können hier optional mit Schallschutz ausgestattet werden. Neben den gefälzten Türen werden auf Wunsch auch flächenbündige, stumpf einschlagende Türen mit Schallschutz in den SSK 1 bis 3 geliefert.

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